Ein potenzieller ATM-Überfall gefährdet Millionen von US-Dollar

Potentieller ATM-Überfall setzt Millionen US-Dollar in Gefahr

Die Verbraucher sollten jetzt handeln, um ihre Finanzen zu schützen.

Das FBI rät Banken und Verbrauchern, bei einem möglichen globalen Hacken von Geldautomaten in höchster Alarmbereitschaft zu sein.

Der Sicherheitsforscher Brian Krebs hat die Banken über den bevorstehenden Kompromiss mit der Warnung des FBI informiert.

Das FBI warnt davor, dass Cyberkriminelle vorhaben, Kartenverarbeiter zu hacken und mit geklonten Karten "Millionen von Dollar in nur wenigen Stunden" auf der ganzen Welt in einem als "ATM-Auszahlung" bekannten System abzuheben.

Krebs berichtete auch, dass ein ähnlicher Angriff in Indien, der dazu geführt hat, dass in etwas mehr als zwei Stunden $ 13,5 Millionen gehackt wurden, mit der Warnung zusammenhängt.

Wie funktioniert dieser Hack?

Durch Cyberhacks erhalten Kriminelle sensible Informationen durch Phishing-Programme oder kaufen sie vom Schwarzmarkt. Nachdem die Kriminellen die Informationen erhalten haben, erstellen sie Klone von Debit- und Bankomatkarten.

Danach hacken sich Kriminelle in Zahlungsverarbeitungssysteme ein, beseitigen die Auszahlungslimits von Maschinen und geben ihnen die Möglichkeit, die Geldautomaten trocken zu betreiben.

Mit den geklonten Karten greifen die Hacker auf die Geldautomaten zu und nehmen an Tausenden von Standorten auf der ganzen Welt Bargeld ab.

Diese Hacks sind nicht neu.

Im Mai 2016 begann ein kleinerer Angriff bei der First National Bank von Blacksburg in Virginia. Dank Phishing-E-Mails konnten Kriminelle in weniger als einem Jahr mehr als 2,4 Millionen US-Dollar stehlen.

Der Hack hilft nicht, das Vertrauen zwischen Verbrauchern und ihren Banken Eine kürzlich von Blue Fountain Media durchgeführte Umfrage ergab, dass 90 Prozent der Befragten sich Sorgen um ihre Privatsphäre im Internet machen, und nur 21 Prozent von ihnen sind zuversichtlich, dass ihre Online-Banking- oder Finanzinstitute mit ihren persönlichen Daten umgehen.

Wie können Sie und Ihre Bank Ihre Finanzen schützen?

Sie sollten jedoch noch nicht in Panik geraten.

Joseph Campbell, J.D., ist Leiter der weltweiten Ermittlungs- und Compliance-Praxis bei Navigant Consulting in Washington. Zuvor war er 25 Jahre lang als stellvertretender Direktor am FBI tätig, wobei Cybersecurity einen seiner Schwerpunkte bildete.

In einer E-Mail an Bankrate erklärt er, dass die Banken immer noch Zeit haben, Vorsichtsmaßnahmen gegen den Hack zu ergreifen. Er empfiehlt den Banken, sicherzustellen, dass ihre IT-Systeme auf dem neuesten Stand gehalten werden, und auf unerwarteten Datenverkehr oder erhöhte Auszahlungen zu überwachen.

In Bezug auf die Verbraucher deutet das Memorandum des FBI darauf hin, dass die für das Auszahlungssystem verantwortlichen Kriminellen bereits sensible persönliche Informationen enthalten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihre eigenen präventiven Maßnahmen nicht mit Sorgfalt ausführen können.

Don Baham, Präsident von Kraft Technology, sagt, Sie sollten jetzt handeln.

"Es ist keine Frage, ob dies passieren wird", sagt Baham. "Es ist eine Frage, wann es passieren wird und wie gut Sie vorbereitet sind und wie schnell Unternehmen und Einzelpersonen darauf reagieren können."

Laut Baham gibt es drei Möglichkeiten, wie sich Konsumenten auf einen Geldautomaten vorbereiten können:

  1. Frieren Sie Ihre Kreditauskunft ein: Baham sagt, dass dies ein großartiger erster Schritt ist, wenn Informationen kompromittiert wurden. Durch das Einfrieren Ihrer Kreditauskunft kann sichergestellt werden, dass nicht autorisierte Gebühren oder die Eröffnung neuer Kreditkonten nicht gegen Sie verwendet werden.
  2. Vorsicht vor Phishing-Betrug: Vertrauen Sie nicht E-Mails, in denen Sie nach vertraulichen Informationen wie Ihrer PIN oder nach Antworten auf Ihre Sicherheitsfragen gefragt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine E-Mail glaubwürdig ist, wenden Sie sich direkt an Ihre Bank.
  3. Registrieren Sie sich bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung: Baham sagt, ein wichtiger Punkt der Warnung des FBI sei, dass sich nicht genug Benutzer für die Zwei-Faktor-Authentifizierung anmelden. Er weist darauf hin, dass der Prozess für die Verbraucher etwas unangenehm sein kann, aber sie sollten ihre Informationen ernst nehmen. Der zusätzliche Schritt kann einen langen Weg gehen.